Panama (2003)

Allgemeine Landesinfo
Panama ist insgesamt etwa 75.517 km² groß und grenzt im Norden an Costa Rica und im Süden an Kolumbien. Die Landeshauptstadt ist Panama-Stadt, die Landessprache ist Spanisch und es herrscht ein tropisches Klima.
Einreisebestimmungen und Sicherheit
Aktuelle Informationen zu diesen wichtigen Themen entnehmen Sie bitte direkt der Homepage des Deutschen Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) oder klicken auf einen der folgenden Links:
Informationen zu den Einreisebestimmungen
Informationen zur Sicherheit und politischen Lage
Reisewetter
Von Dezember bis März ist Trockenzeit, in der es zwar am wenigsten regnet, aber auch im Tiefland sehr heiß werden kann. Mit plötzlichen Regenschauern muss man aber auch zu dieser Zeit rechnen.
Von April bis November herrscht dann die so genannte Regenzeit, in der sich das Reisen schon schwieriger gestalten kann. Denn durch schlechtes Wetter und starke Regenfälle können Bootsverbindungen gestrichen werden, oder auch Straßen unpassierbar werden.
Reisebericht (Aktuelles zu Bastimentos vom Oktober ´05)
Nun ja, viel haben wir von Panama ja eigentlich nicht gesehen, aber das Bisschen hat uns sehr gefallen. Während unserer 5 wöchigen Costa Rica Reise machten wir einen Abstecher in die Inselwelt von Bocas del Toro und blieben dort 6 Tage. Aber nun von Anfang an:
Die Einreise an der Karibikküste über Sixaola (Costa Rica) nach Guabito (Panama) war recht einfach. Mit dem öffentlichen Bus in Sixaola angekommen, klettert man auf der rechten Seite den Bahndamm hinauf, überquert die kleine Brücke zum Haus und kauft sich in der darin befindlichen Apotheke eine Timbre (Ausreisemarke) für 300 Colones. Mit dieser begibt man sich dann an der großen Stahlbrücke zur Grenzkontrolle, bekommt die Marke eingeklebt und seinen Ausreisestempel, und schon steht einem der Weg über die Brücke nach Panama offen.
Entgegen den Beschreibungen in einigen Reisehandbüchern kann man die Grenze als Tourist auch am Wochenende ganz normal passieren, und bekommt auch die benötigten Stempel der Grenzbehörden.
Die Grenzkontrolle auf der panamesischen Seite ist für Deutsche auch absolut unkompliziert. Zwei oder drei Fragen beantworten, Einreisestempel kassieren und schon ist man fertig.
Gleich unterhalb des Bahndammes warten Taxis und auch Kleinbusse um einen nach Changuinola und weiter zu bringen. Wir ignorierten hier all die Schlepper und nahmen den Minibus direkt nach Changionola. Hier stiegen wir dann am Busbahnhof aus und ließen uns von einem Sammeltaxi zur Finca 60 bringen. Denn von hier gibt es seit Ende 2002 eine neue Bootsverbindung nach Bocas del Toro, die bisher auch noch in keinem Reisehandbuch steht.
Erstens sparten wir uns das Gegurcke mit dem Bus nach Almirante, und zweitens konnten wir so eine schöne Bootsfahrt durch dichtbewachsene Kanäle und schöne Landschaften genießen. Die Fahrt war sehr angenehm, und nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Hauptinsel Isla Colon mit der kleinen Provinzhauptstadt Bocas del Toro. Ein kleiner und verschlafener Ort, der fest in der Hand von hier lebenden Italienern zu sein scheint. Denn es gibt eine Vielzahl von italienischen Restaurantes, und auch die Geschäfte bieten hier allerlei Leckereien aus Italien an.
Wir ließen die Insel aber erst einmal links liegen, und wechselten in das nächste Boot das uns zu unserem eigentlichen Ziel, der Isla Bastimentos bringen sollte.

Hier angekommen machten wir uns in der schönsten Mittagshitze erst Mal auf die Suche nach einem Zimmer. Da wir uns permanent geweigert hatten von unterwegs oder gar schon von Deutschland aus irgendwas vorzubuchen, war die Unterkunft die wir uns vorab ausgesucht hatten natürlich auch schon auf Tage im voraus ausgebucht.
Von Willi, einem deutschen Touranbieter aus Cahuita (Costa Rica) hatten wir aber noch eine weitere gute Anlaufstelle im Gepäck. Leider war diese auch noch bis zum nächsten Tag belegt, und so nahmen wir die erstbeste Unterkunft die kam.
Es waren die Cabinas von Rooms for Rent by Marta, zwar sauber aber dafür mit Moskitos verseucht, dunkel und in einem feuchten Betonbunker. Ja, wir mussten zwar nicht im freien Schlafen, aber wäre das wirklich so viel schlechter gewesen?

Am nächsten Morgen konnten wir dann zu Wolf und Beverly in das Guesthouse Beverly´s Hill ( bitte die Info vom Oktober 2005 beachten ) ziehen. Es liegt gleich links oberhalb des Bootsanlegers und ist durch ein großes Schild auf dem Dach gut zu finden. Es war mit Abstand die schönste Unterkunft die wir während der gesamten Reise finden sollten. Man schläft in einem Pfahlhaus inmitten eines liebevoll angelegten und gepflegten Gartens, und kann sich zum Frühstück und zum Abendessen von Wolf´s exotischen Kochkünsten verwöhnen lassen. Wolf, ein liebenswürdiger und sehr hilfsbereiter Deutscher lebt hier mit seiner panamesischen Frau Beverly in einem kleinen Paradies. Im Garten hüpfen Pfeilgiftfrösche freilebend herum, in den Büschen huschen unzählige Echsenarten herum, und an den exotischen Blüten sieht man immer wieder Kolibris herumflattern.

Die Insel Bastimentos selbst ist eher was für Ruhesuchende. Denn hier gibt es weder Autos noch Bars, und auch das Angebot an Sodas und Restaurants hält sich stark in Grenzen. Es gibt gleich neben dem Bootsanleger ein namenloses Restaurant aber das können wir wirklich keinem empfehlen. Etwas weiter im Ort findet man noch das auf einem Pfahlhaus im Meer stehende Roots-Restaurant. Hier gibt es bei entspannter Atmosphäre leckeres und gutes Seafood, sofern es überhaupt etwas gibt.
Denn der angeblich ach so schöne karibisch-gelassene Flair führt hier manchmal doch so weit, dass man mitten auf einer Insel im Meer keinen Fisch und später dann auch keinerlei Getränke mehr bekommt (außer Wasser). Die Menschen hier sind doch etwas anders drauf als wir es kennen. Abends feiern sie gerne ausgelassen mit allerlei Rauschmittel, und tagsüber hängen sie dann geschafft von der Nacht herum. Das merkt man auch immer wieder, wenn man über die ruhige Straße von Bastimentos schlendert. Denn man sieht die Horde an Kinder eigentlich immer sich selbst überlassen. So bald sie alt genug zum richtig Laufen sind, spielen sie mit den Älteren den ganzen Tag auf der Straße. Nun ja, wir müssen so ja nicht leben, und wer will denn schon behaupten das unser Leben das Richtige ist?!?
Vom Ort führt ein etwa 30 minütiger Fußmarsch durch Wald und unwegsames Gelände zum ersten Strand der Insel. Dieser war zu unserer Zeit zwar schön anzusehen, aber so richtig zum Baden war er nix. Die starke Brandung drückte einen immer wieder zurück auf den Strand, während eine starke Unterströmung versuchte die Beine hinaus ins Meer zu ziehen. Es gibt zwar die Möglichkeit entlang der Küste zum zweiten und wohl auch zum dritten Strand zu laufen, jedoch ist es ein ordentlicher Marsch nur zum Baden. Denn erst am dritten Strand kann man durch ein vorgelagertes Riff ungestört und relativ gefahrlos ins Wasser.

Aber wegen der wirklich schönen Landschaft sollte man hier wenigstens eine kleinere Wanderung unternehmen.
Einen Tag fuhren wir mit dem Boot in den Ort Bocas del Toro, ließen uns die Pizza und Cappuccino gut schmecken und schauten uns alles in Ruhe an. Viel gibt es außer den paar Souvenirläden ja nicht zu sehen, aber immerhin konnten wir uns in der Banco Nacional de Panama wieder mit Dollars versorgen, die wir dann auch gleich am Flugplatz wieder ausgaben. Denn wir besorgten uns zwei Flugtickets für Ende der Woche nach David. An der Post verspürten wir dann wieder einmal diesen ganz besonderen Flair der Karibik, denn man wollte unsere bereits frankierten Postkarten absolut nicht annehmen, statt dessen sollten wir sie in den leider nicht vorhandenen Briefkasten draußen einwerfen. Na ja, sie sind dann halt von Costa Rica mit je zwei Briefmarken drauf auf die Reise gegangen.
Einen Tag verbrachten wir mit einem von Wolf ausgeliehenen Seekajak in der Inselwelt rund um Isla Bastimentos. Lautlos entlang der Mangroven zu gleiten, und das ganz ohne ewig erklärenden Führer ist schon eine schöne Sache. Im glasklaren und oft türkis schimmernden Wasser konnte man sehr gut das Unterwasserleben beobachten. Leider drehte mittags der Wind, so dass wir nicht nur paddeln mussten wie die Weltmeister, sondern durch die hohen Wellen komplett nass wurden.
Für den nächsten Tag hatten wir uns eine Tagestour zum Schnorcheln und Baden organisiert. Erst ging es in die Laguna Bocatorio, wo wir eine Gruppe Delphine beobachten konnten.

Danach machten wir noch zwei Stops zum Schnorcheln, und einen im Nationalpark von Bastimentos zum Baden. Hier konnte man auch problemlos ohne gefährliche Strömungen das warme Wasser der Karibik genießen.
Nach 6 Tagen jedoch hatten wir das faule Leben satt und unser gebuchter Flug stand vor der Tür. Der Abschied von Wolf fiel uns wirklich schwer, denn wir fühlten uns bei ihm fast wie zu Hause. Für den sagenhaften Preis von 25 US$ sparten wir uns 6-8 Stunden herumgekurke mit dem Boot und Bus, und erreichten den Flughafen David in 30 Minuten Flug. Leider war es an diesem Tag sehr bewölkt und leicht regnerisch, so dass die Sicht während des Fluges nicht so umwerfend war.
Vom Flughafen in David ließen wir uns von einem Taxi zum Busbahnhof bringen, denn die vom Taxler vorgeschlagenen Fantasie-Preise für eine direkt Fahrt zur Grenze entsprachen nicht ganz unseren Vorstellungen oder gar unserer Reisekasse.
Auf dem Weg zum Grenzort Paso Canos wird man wenige Kilometer vor der Grenze bereits das erste Mal von einem Polizeiposten kontrolliert, man sollte also seinen Pass griffbereit haben.
Der Grenzort selber ist ein einziges Chaos. Kaum aus dem Bus raus hatten wir auch schon einen selbsternannten Führer am Rucksack hängen, und von überall wurde uns Geld zum Tauschen angeboten. Doch schon nach kurzer Zeit waren wir recht froh um das kleine Kerlchen das ständig um uns herum lief, denn der Grenzübergang hier ist nicht gerade übersichtlich. Man könnte ohne Probleme nach Costa Rica rüber ohne irgendeine Kontrolle zu durchlaufen, da es weder Zaun noch Schlagbaum oder Sonstiges in diese Richtung gibt. Es würden einem aber nicht viel bringen, denn auch auf der Seite Costa Ricas wird man entlang der Straße von einem Polizeiposten kontrolliert.
Das System ist in Panama das Gleiche wie im Nachbarland. Vor der Passkontrolle kauft man sich eine Timbre (Ausreisemarke) für 1 US$ schräg gegenüber, und bekommt dies dann zusammen mit dem Ausreisestempel in den Pass. Erst dann läuft man die etwa 200m schräg rechts rüber zur Kontrolle von Costa Rica. Einreisekarte für Touristen ausfüllen, Einreisestempel abholen und fertig.
Gleich nebenan gibt es eine Bank, bei der man jedoch keine Travellerschecks in Colones tauschen kann. Das sollte aber kein Problem sein, denn wenn man den Pendelbus nach Ciudad Neily nimmt kommt man im Ort direkt an einer von zwei Banken vorbei, die einem problemlos Geld tauschen.
Der Bus fährt übrigens direkt an dem Häuschen der Grenzkontrolle von Costa Rica vorbei, so dass man eigentlich nur am Straßenrand warten muss.
Uns hat der kleine Ausflug nach Panama sehr gut gefallen, denn das Inselarchipel Bocas del Toro ist auf jeden Fall eine Reise wert. Da in Panama auch alles in US$ gezahlt wird, ist das mit dem Geld auch kein Problem. Die eigene Währung, der Balboa, existiert nur noch als Münzen. Wer Anfang und Ende der Reise auch lesen möchte, der klickt einfach in der linken Menüleiste auf den Costa Rica Bericht, oder Hier führt der Link direkt dorthin.
Reisedauer: Lediglich für 6 Tage während unserer Costa Rica Reise vom 05.02.03 - 10.03.03
> Info´s zu Bastimentos vom Oktober 2005 <
Die zu unserer Zeit wundervolle Naturlandschaft der Insel Bastimentos fällt nun so langsam den amerikanischen Geschäftemachern zum Opfer. An den hinteren Stränden wüten nun Bulldozer und bauen Hotels usw., auch eine Wanderung von Strand zu Strand ist dank bewaffneter Wachmänner nicht mehr ganz so einfach. Und zu allem Übel wird mitten in die vorher angeblich geschützte Natur ein Flugplatz gebaut. Somit dürfte dieser Tipp für ruhesuchende Individualisten im Sterben liegen......
Noch dazu existiert die von uns beschrieben Unterkunft Beverly´s Hill nicht mehr wirklich. Die Besitzer Wulf & Beverly haben es verkauft, und bauen sich woanders eine neue und hoffentlich wieder ruhige Existenz auf. Das Ganze gehört nun einem Engländer, soll aber nicht mehr empfehlenswert sein!
Hier ausnahmsweise kein Tipp, sondern eher eine Warnung:
Als Reiseführer hatten wir das Reisehandbuch Panama aus dem Reise Know-How Verlag dabei, welches wir aber absolut nicht weiterempfehlen können. Erstens waren die Infos über die Inselgruppe von Bocas mehr als dürftig, und dazu waren sie anscheinend schon Jahre alt. Wer dieses Buch mitschleppt hat leider nichts brauchbares dabei. Schade um´s Geld und das überflüssige Gewicht. Für diesen Abstecher langt das Handbuch für Costa Rica allemal, denn auch Bocas del Toro ist da noch mit erwähnt.
Dieses Handbuch hatten wir durch unseren Hauptaufenthalt in Costa Rica eh dabei, und war uns auch bei unserem Abstecher in den Norden Panamas eine gute Hilfe. Aktuell und übersichtlich.
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(durch das direkte Bestellen unterstützen Sie uns ein wenig im Unterhalt dieser Homepage)
Wichtige und gute Informationen für eine Reise nach Panama gibt es auf der Homepage des Deutschen Auswärtigen Amtes. Von allgemeinen Infos zum Land bis hin zu Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise, zu finden unter www.auswaertiges-amt.de
Zum Thema Reisemedizin können wir hier die Seite www.travelmed.de empfehlen. Von Impfungen bis hin zur Liste guter Ärzte und Apotheken ist da allerhand zu finden.
Ein wirklich gutes Forum zum Thema Panama gibt es unter http://www.carookee.com/forum/Panamaforum Hier gibt es allerlei Informationen zum Land, interessante Links, Reiseberichte und Tipps für Leute die in die Nähe des Panama-Kanals ziehen möchten.
Allgemeine Landesinfos, Wetter, Landkarten, aber auch eine Sammlung weiterer Reiseberichte zu Panama gibt´s auf www.willgoto.com.
Und zum Schluss noch ein Tipp für weitere Reiseberichte und Bilder: Auf den Seiten www.reisespinne.de , www.pervan.de, www.reiseträume.de , www.derreisetipp.de und www.reiseberichte.com gibt es noch mehr zum Thema Panama zu finden.
