
DORLE UND DIRK UNTERWEGS IN DER WELT

Auf dieser Reise wollten wir das erste Mal unsere beiden größten Hobbys, das individuelle Reisen und das Motorradfahren unter einen Hut bringen. Und wo kann man besser damit anfangen, als im abwechslungsreichen Marokko.
Für die Anreise wählten wir die Fähre von Genua direkt nach Tanger mit der marokkanischen Fährgesellschaft Comanav (mehr dazu unter Internet-Infos).
Da wir Mitte April losgefahren sind, war die Anfahrt bis Genua über die Alpen alles andere als ein Genuss, kalt und immer wieder Schnee neben der Straße. Das Einschiffen verlief problemlos und wir waren recht schnell samt Maschinen auf der Fähre. Insgesamt sind wir gerade mal fünf Motorradfahrer, die von Genua nach Marokko wollen. An Bord wird uns schnell klar das wir auf dem Weg in die Ferne sind, denn über die Bordlautsprecher kommen Durchsagen auf arabisch und es wird zum Freitagsgebet in der Moschee, die sich ebenfalls auf dem Schiff befindet, aufgerufen. Zwei Tage und Nächte heißt es nun auf der von den Griechen ausgemusterten!! Mittelmeerfähre auszuharren, bis wir endlich den Felsen von Gibraltar erblicken.

Kurz darauf beginnt auch schon das Einlaufen in die Hafenstadt Tanger, für uns auf dieser Reise das Tor nach Afrika.
So langsam befällt uns die angenehme innere Unruhe, die jedes Mal beim Start ins Unbekannte aufkommt. Schließlich ist eine Reise mit dem Motorrad nach Afrika auch für uns etwas völlig Neues.
Die Einreise mit dem Motorrad nach Marokko war doch wesentlich einfacher als wir es uns vorgestellt hatten. Man machte in Tanger nicht viel Rummel, die Grenzformalitäten und die Einfuhr der Maschinen ging Ruck Zuck über die Bühne, und vom Verlassen der Fähre bis zur Einfahrt in die Stadt verging keine Stunde. Auch die Einfuhr unseres GPS-Gerätes hat niemanden interessiert, obwohl es ganz offen auf dem Lenker montiert war.
Da wir das Geldtauschen schon während der Einreiseformalitäten erledigt hatten, konnten wir nach Aushändigung der Zollpapiere auch gleich voll durchstarten. In der Stadt befüllten wir nur kurz unsere Tanks und schon ging es ab, immer dem Küstenverlauf nach Osten folgend.
Die Landschaft hier am Rande des Riffgebirges und entlang der Meerenge von Gibraltar ist wunderschön, sanft geschwungene und saftig grüne Hügel und kleine Berge, und dabei immer wieder kleine Dörfer und schöne Aussichten auf die Küste. Am ersten Tag lassen wir es schön ruhig angehen und schaffen es gerade mal bis Martil, wo wir uns auf einen Campingplatz mit kalter Dusche stellen - Afrika du hast uns wieder.
Am nächsten Morgen hängen überall dicke Regenwolken, so hatten wir uns den Start eigentlich nicht vorgestellt. Doch wir bleiben trocken, fahren auf guter Straße weiter entlang der Küste, bis wir bei Oued-Laou ins Hinterland abbiegen, denn ein bisschen was wollen auch wir vom Riffgebirge sehen, ohne von den Drogendealern (von denen man ja allerhand hört) belästigt zu werden.
Auf der kleinen Straße zwischen Oued-Laou und Chefchaouen "dürfen" wir auch schon das erste Mal Bekanntschaft mit der größten Plage des Landes machen - Kinder am Straßenrand. Denn leider sind uns nicht alle wohlgesonnen und winken oder schauen nur, nein hier begrüßten uns die kleinen Teufel mit Steinen, die uns zwei Mal auch entgegenfliegen, zu deren Glück aber im Nichts verschwinden.
In Chefchaouen machten wir zwar einen kurzen Zwischenstop, da aber Markttag war, verging uns die Lust auf Stadt anschauen in all dem Trubel recht schnell, und wir verzogen uns nach einer leckeren Tajine schnell wieder aus der Stadt.
In Ouezzane gönnen wir uns wieder eine große Pause, denn was kann man Schöneres machen als in einem der unzähligen Straßencafes sitzen, einen Whisky-Marocaine (unheimlich süßer Minztee) schlürfen, und all das Treiben um einen herum beobachten. Marokko - ein Land voller Gegensätze: In der Stadt läuft neben dem Marokkaner im schicken Anzug samt Handy gleich der Bauer mit seiner Kuh mit Strick um den Hals oder in der Stadt Internetcafes und 10 km außerhalb wird der Acker noch mit Maultier und Pflug bestellt.

Richtung Fes wählen wir die kleine und recht einsame Strecke über die Orte Ain-Dorji und Fes el Bali, durch große Olivenhaine und herrliche Berglandschaften und einem riesigen Stausee. Hier kommen wir auch das erste Mal in den Genuss von Schotter, und immer wieder tolle Aussichten in die Berge und auf den See.
Die Strecke unterwegs wechselt oft von gut und zweispurig ausgebaut bis hin zu knapp einspurigem Feldweg, wo das Ausweichen eines Autos oft einen Ausflug ins Gelände bedeutet. Aber auf den einsamen Strecken in dieser tollen Landschaft macht das Motorradfahren wirklich Spaß, Genuss pur.
Die erste große Stadt für uns, und wirklich ein Pflichtstop bei einer Marokkoreise ist Fes, die älteste der vier Königsstädte mit fast 800.000 Einwohnern. Eine wirklich große Stadt, wo wir erstmals froh um unser GPS sind, mit dessen Hilfe wir ohne Probleme den Campingplatz Diamant Vert am anderen Ende der Stadt finden. Schön das wir auch die richtige Koordinate (N 33° 59,162 W 005° 01,122) dabeihatten, denn andere Reisende auf dem Platz schimpfen recht über ihre aus Reiseführern übernommene. Auch den Mofaguide, der sich irgendwo im Verkehrsgewühl an uns heftet, können wir dank mehr PS und dem GPS recht schnell abhängen.
Der Campingplatz liegt zwar verkehrsgünstig recht gut, mit Bushaltestelle Richtung Medina direkt an der Einfahrt, aber da die großen Bäume auf dem Platz alle gekappt worden sind, hatten wir im April 2005 keinerlei nennenswerten Schatten für unser Zelt. Doch wir kommen aus dem kalten Deutschland und genießen die warme Sonne.

Für den Besuch der Medina mit all seinen Sehenswürdigkeiten haben wir uns einen offiziellen Führer genommen, und waren auch froh darüber. Denn er hielt uns all die anderen angeblichen Führer vom Hals, unterhielt uns mit seiner offenen und humorvollen Art und konnte uns viel Interessantes zeigen und erzählen, was ein Reisehandbuch in der Hand eben nicht kann. Wir jedenfalls waren echt fasziniert und begeistert von all den Farben, Gerüchen und dem regen Treiben in den engen Gassen der Altstadt. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, unheimlich viele Händler bieten eine Vielzahl an Waren an, und man fühlt sich wie im Orient.
Im Nordwesten der Stadt gibt es ein riesiges Einkaufszentrum samt günstiger Tankstelle ( N 34° 02,913 W 005° 02,194), in dem wir noch unsere Vorräte aufstockten, und uns dann auf den Weg in die Berge und gen Süden machen.
Im Nordwesten der Stadt gibt es ein riesiges Einkaufszentrum samt günstiger Tankstelle ( N 34° 02,913 W 005° 02,194), in dem wir noch
unsere Vorräte aufstockten, und uns dann auf den Weg in die Berge und gen Süden machen. Auf der breiten P20 düsten wir durch riesige Olivenbaum-Plantagen bis Sefrou, um ab hier auf kleinen Nebenpisten den mittleren Atlas zu erkunden. Die Landschaft wird deutlich interessanter, die Olivenhaine weichen dichten Wäldern und die Strecke schlängelt sich irgendwie dahin. Zwischendurch kommen immer wieder weite Ebenen und viele kleine Seen, die zum Verweilen einladen.
Kurz vor Ifrane (östlich) gibt es noch ein paar schöne Felsformationen, die ähnlich wie Pilze aussehen, und nicht weit ab der Straße liegen. Der Abzweig dorthin ist bei N 33° 29,670 W 005° 02,790. Irgendwie haben wir hier aber den Bogen nicht richtig bekommen, und fanden uns recht schnell auf einer übel-felsigen und steilen Piste wieder, die uns mit voller Beladung doch eine Nummer zu heftig war. Also begnügten wir uns mit dem Betrachten aus der Ferne, was immerhin besser als nichts ist.....
Ifrane ist ein hübscher kleiner Ort, den man so wohl nicht in Marokko erwarten würde. Die Häuser hübsch mit roten Ziegeldächern, kleine Parkanlagen und nette kleine Cafes, man fühlt sich fast wieder wie in Europa. Kaum vorstellbar, dass hier im Winter sogar Ski gelaufen wird.
Unsere tragbare Villa bauten wir dieses Mal auf einem netten Campingplatz etwa 5 km vor Azrou (östlich) auf, und standen inmitten einer Obstbaumplantage (N 33° 26,933 W 005° 10,216), mit einem Haufen Hühnern als Haustiere um uns herum. Von hier aus erkundeten wir die Umgebung, schließlich gibt´s eine Menge zu sehen.
Die höchste Zeder des Landes war enttäuschend, steht dort doch nur noch ein abgestorbenes Gerippe. Dennoch ist die Landschaft hier wunderschön, und Zedernwälder und wirklich hohe und eindrucksvolle Bäume gibt es hier zur Genüge. Eine tolle Landschaft, die man auf kleinen und kaum befahrenen Schotterstrecken erkunden kann. Im Unterholz entdeckt man immer wieder die hier lebenden Berberaffen, und am Straßenrand stehen Fossilienhändler mit vielen schönen Stücken auf ihren Tischen.

Ein weiterer toller Abstecher ist der Balcon d´Ito, ein Aussichtspunkt ein paar Kilometer nördlich von Azrou, an der Straße nach Meknes gelegen. Tolle Ausblicke in das Vulkankratergebiet der Umgebung.
Auch das Gebiet südlich von Azrou ist durchzogen von dicht bewaldeten Hügeln, in denen man immer wieder Berberaffen entdecken kann, aber auch weite und karge Ebenen, auf denen Schafzucht betrieben wird. Da man sich meist auf einer Höhe von 1800m bewegt, sind die Temperaturen hervorragend zum Motorradfahren.
Die Strecke ab dem See Aguelmame Azigza (n/ö von Khenifra) rüber nach Itzer und Midelt wird schon etwas abenteuerlicher, die Landschaft sehr abwechslungsreich und schön. Hier gibt´s recht häufig Steinschlag, Teile der Straße sind weggerissen und immer wieder fordern tiefe Löcher und Rillen die Aufmerksamkeit, so dass diese Strecke sehr zeitraubend ist, aber so richtig Spaß zum Fahren macht. Hier waren wir richtig froh um die TKC 80 Reifen, die wir unseren Maschinen vor der Abfahrt noch gegönnt haben. Bis Itzer haben wir kaum Menschen getroffen, und wenn dann wie fast überall bettelnde Kinder, was beim Anblick der kleinen und ärmlichen Bergdörfer aber kein Wunder ist. Auch waren auf dieser Etappe einige bissige und aggressive Hirten- und Dorfhunde, so dass unsere hohen und festen Motorradstiefel zur Abwehr dieser Viecher zweckentfremdet wurden.
Bei Itzer ist erst Mal wieder Schluss mit Kurven, Schotter und schlechter Straße, die Landschaft wird deutlich ebener, und die breite Straße nach Midelt kommt uns nach den letzten Stunden vor wie eine Autobahn.

Doch auch hier bieten sich immer wieder tolle Abstecher, Pisten gibt es wie Sand am Meer. Wegen der trüben Sicht bekommen wir aber erst hier den hohen Atlas mit seinen schneebedeckten Gipfeln richtig zu sehen. Eine tolle Kulisse, die öden Ebenen fast frei von Bewuchs, und im Hintergrund der hohe Atlas. Obwohl man eh schon auf einer Höhe von 1500m unterwegs ist, kommt einen der Gebirgszug teilweise wie eine unbezwingbare Barriere vor.
Nun wird es auch mit jedem Kilometer gen Süden immer heißer, wir können uns so langsam vorstellen, dass die Sahara nicht mehr wirklich weit weg ist.
Auch die Landschaft wandelt sich zusehends, wenn überhaupt noch mal was grünes zu sehen ist, dann sind es strohig-harte Grasbüschel am Boden, ansonsten gibt´s nur noch Sand- und Steinfarben. Hier sehen wir die ersten Kasbahs, oder Gebäude die in diesem Stil gebaut wurden, oft eine schöner als die Andere.
Genuss pur, auf guter Asphaltstraße lassen wir diese Landschaft und die tollen Bergmassive an uns vorbeiziehen, bis wir meinen eine Fatahmorgana zu sehen. Uns kommen unzählige Goldwings und Shopper entgegen, mit all dem Schnickschnack und aufgedonnert wie man sie auch bei uns herumfahren sieht, irgendwo musste hier ein Treffen sein. Der beste Beweis dass Marokko ein Reiseland für fast jeden ist.

In Errachidia verziehen wir uns schnell wieder in den Schatten eines Cafes, bloß raus aus der Sonne und der Hitze. Wir dampfen mit den Maschinen um die Wette. Leider finden wir hier aber kaum Ruhe, denn die Leute in dieser Stadt sind doch deutlich "aufdringlicher" wie bisher, jeder hat irgendetwas zu verkaufen, oder kennt die beste Auberge (Unterkunft) weiter unten im Süden. Aber auch hier gibt´s immer wieder total nette Kontakte und Gesten, uns gefallen die Marokkaner mit ihrer Art ganz gut, haben immer wieder viel Spaß gemeinsam.
Pflichtstop natürlich auch an der blauen Quelle "Source Bleue de Meski", doch leider ist Wochenende und das Becken platzt zeitweise aus allen Nähten. Wir begnügen uns mit dem Besichtigen der Oasen, der Souvenirläden, und lernen hier einige Mitglieder eines portugiesischen Motorradclubs kennen, mit denen wir zusammen die alte Kasbah gegenüber der Quelle unsicher machen. Ein bunt-gewürfelter Haufen, umgeben von einer Horde Kindern, die alles Mögliche und Unmögliche von uns wollen. Unter der Woche muss es hier an der Quelle wirklich schön sein, wir haben es beim guten Essen belassen, und fuhren zum Campen noch 10 km weiter gen Süden. Hier gibt es den recht neuen Platz "Camping Tissir" (N 31° 47,075 W 004° 13,827) unten im Flusstal (Bild), schön geschützt durch die Palmen der Oase.
Auf dem Weg dorthin hatten wir solch einen starken Seitenwind, das wir in Schräglage geradeaus fuhren, und ein Blick nach hinten ließ böses ahnen. In der Nacht erreichte uns dann der Sandsturm so richtig, und schüttelte uns selbst unten im Tal noch ganz gut durch. Wir waren echt froh so geschützt zu stehen, und am nächsten Morgen erinnerte nur noch eine feine Staubschicht auf allem an den Spuk der letzten Nacht.
Weiter geht es über weite und steinige Ebenen immer gen Süden, die Temperaturen haben tagsüber schon lange den angenehmen Bereich verlassen. Manchmal fühlt es sich an, als wenn wir durch ein riesiges Heißluftgebläse fahren, der Wasserverbrauch steigt deutlich, und eine Pause im Schatten wird zum Genuss. Kurz vor Erfoud kommen auch endlich die ersten kleinen Sanddünen in Sicht - Juchu, Wüste du hast uns wieder.
Erfoud selbst ist eine nette kleine Stadt mit sehr guten Versorgungsmöglichkeiten, Tankstellen, Fossilienhändler usw. Hier füllen wir noch einmal all unsere Bestände auf, selbst bleifreier Sprit ist kein Problem. Unterwegs trafen wir andere Motorradreisende die von Versorgungsschwierigkeiten im Süden erzählten, wir bleiben bisher davon verschont. Wir wollen aber nicht hier im Ort bleiben, sondern an das Erg Chebbi, wollen richtig Sand haben.
Natürlich wählen wir dafür nicht die Teerstraße, die mittlerweile direkt bis nach Merzouga führt, sondern nehmen die östliche Piste. Kaum Motorrad-Pistenerfahrung - schon gar nicht im Sand, und dabei voll beladen, ein bisschen mulmig ist uns schon. Gleich hinter dem Ort thront das militärische Fort Bordj Est auf einem kleinen Berg, den man ein gutes Stück hinauffahren kann, von hier gibt es nette Aussichten in die Umgebung und auf die Stadt. Wir schaukeln natürlich auch rauf, fluchen dabei aber immer wieder über all das Zeugs das wir mitschleppen.

Ein paar Kilometer weiter kommt ein altes Korallenriff, wo ein Großteil der marokkanischen Fossilien abgebaut wird. Auch hier stehen natürlich Fossilienhändler, die einem gern ihre schönsten Stücke zeigen.
Landschaftlich sehr schön, weite Schotterebenen durchzogen mit kleinen Bergrücken, dazwischen immer wieder sandige Stücke. Hier macht Motorradfahren richtig Spaß. Auf den kleinen Abzweigen links und rechts der Strecke können wir uns schon mal ein wenig mit dem Vertraut machen, was uns bevorsteht: Schotter, Fels und Sand.
Nun ja, ruck zuck ist es so weit, die Asphaltstrecke ist zu Ende,
die Waschbrett-Piste zum Erg Chebbi beginnt. Trotz Backofentemperaturen geht´s flott voran, der Pistenverlauf ist klar erkennbar, und wir sind bester Laune - bis zur ersten Sandpassage.
Plötzlich nix mehr mit guter Laune und Gedanken a` la Rallye Paris-Dakar, die Wüste holt uns schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Keine Erfahrung mit Sand und all die Kilos an Gepäck, uns verlässt der Mut und wir eiern mehr schlecht als recht durch die erste richtige Sandpassage, dampfen hinterher aus allen Poren. Die Kupplung stinkt, der Schweiß läuft - welcher Idiot hatte bloß die Idee mit den Mopeds in die Wüste zu fahren?! Und überhaupt, wieso muss eine Reisemaschine über 200 Kilo wiegen?
Natürlich können wir auch hier nicht lange allein bleiben, aus dem Nichts taucht ein Mofa-Guide auf, meint wir seien total falsch, fuchtelt wild herum und versucht uns vom rechten Weg abzubringen. Normalerweise in dem Pistengewimmel wohl kein großes Problem, aber ich klopfe ihm grinsend auf die Schulter und zeige kommentarlos auf meinen Lenker, weise auf das GPS-Gerät. Dem angeblichen Guide entgleisen die Gesichtszüge, er kennt anscheinend GPS, und so schnell wie er gekommen ist, verschwindet er auch wieder in den Weiten der Wüste.
Die nächsten beiden Sandpassagen und auch das Überqueren der Schotterebenen verläuft schon deutlich besser, wir werden mutiger, hocken nicht mehr so verkrampft auf den Maschinen - immer locker in den Fußrasten stehen und durch da.

Endlich am Erg Chebbi angekommen haben wir überhaupt keine Lust auf Zelten, sehnen uns nach einer erfrischenden Dusche. Also nehmen wir uns in der kleinen Auberge "La Baraka" (N 31° 11,600 W 004° 01,800) ein nettes kleines Zimmer, und lassen uns Abends bei familiärer Atmosphäre kulinarisch verwöhnen.
Die Dünen hier sind wirklich schön, aber wir erkunden sie lieber zu Fuß, mit den Motorrädern ist es uns noch eine Nummer zu wild.
Abends beim Tee kommen wir mit den Leuten hier ins Gespräch, das Übliche woher, wohin usw. Wir erzählen dass wir am nächsten Tag ohne Gepäck ein wenig am Rande der Dünen herumkurven wollen. Man erzählt uns dass eine Umrundung des Erg Chebbi möglich ist, es sollen je nach Dünennähe bei der Umrundung 50-80 km sein, und man kommt bei Merzouga wieder heraus. Auch im Därr ist eine solche Möglichkeit erwähnt, also lassen wir uns eine kleine Skizze malen, und bauen die Koffer ab. Voller Vorfreude und hundemüde verschwinden wir abends in unserem immer noch nicht abgekühlten Zimmer.
26.04.05 - Zwei Wahnsinnige und ein schwachsinniger Gedanke: Wir schnallen einige Wasserflaschen hinten auf die Sitzbänke und versuchen die Ostumrundung des Erg Chebbi:
"Das kann schon nicht so schlimm sein, schließlich haben wir GPS und sind nicht das erste Mal auf afrikanischen Pisten unterwegs."
Falsch gedacht!
1.Wir haben noch sehr wenig Erfahrung im Umgang mit GPS, besonders bei Offroadfahren - wir verfahren uns natürlich mehrfach.
2. Bisher waren wir immer mit 4x4 Geländewagen unterwegs und überschätzen uns ganz gut.
Übel steinige Pistenstücke und Tiefsandpassagen fordern ihren Tribut: Es folgen mehrere Stürze, an der BMW kocht das Kühlwasser über (natürlich inmitten einer längeren Sandpassage) und abends fehlen ihr an beiden Handprotektoren die Spoiler. Das Ganze fördert natürlich nicht übermäßig unser Selbstvertrauen, und auf dem Zahnfleisch und völlig am Ende erreichen wir nach mehreren Stunden endlich Merzouga. Wir saufen das erste Cafe leer das kommt, egal was der arme Kerl anschleppt, wir schütten es in uns hinein.

Insgesamt ist diese Rundtour nicht wirklich lohnenswert, es sei denn man hat eine leichte Crossmaschine dabei. Denn landschaftlich gibt es nichts was es nicht auch auf der leichter zu befahrenen Seite zu sehen gibt. Anfangs fuhren wir nahe der Dünen entlang, landschaftlich für uns Wüstenfans natürlich eine tolle Sache. Auch das Querfeldeinfahren durch die riesigen Schotterebenen gefiel uns gut, auch wenn wir hier schon das erste Mal leicht den Überblick verloren. Das Queren des Ergs ging im Norden recht einfach, nach dem wir endlich die Hauptpiste wiedergefunden hatten.
Auf der Ostseite halten wir uns einfach immer in Sichtweite der Sanddünen auf, und fahren dabei ewige Kilometer durch
tischebene Schotterflächen. Aufgrund fehlender Alternativen und wegen der sengenden Sonne und den Backofentemperaturen verstecken wir uns bei den Pausen in alte Ziegenställe oder Häuserruinen - egal was, Hauptsache Schatten.
Die Ostseite des Ergs ist kaum besiedelt und wir treffen nur sehr selten Menschen, meist nur verlassene Geisterdörfer und Ruinen. Oft kommen wir hier zu nah an die Dünen, und versinken bis zur Schwinge im Sand. Wie oft verfluchen wir unsere schweren Reisedampfer und wünschen uns einen leichten Crosser und mehr Mut um das Gelände richtig genießen zu können.
Weit im Süden müssen wir irgendwann das Erg wieder queren, doch weit und breit finden wir nirgendwo etwas vergleichbares wie die gute und harte Piste im Norden. Unsere Aussichten hier sind sandig und verheißen nichts gutes, haben wir doch schon einige Stürze hinter uns und sind recht erschöpft. Wir verschwenden hier noch viel Zeit und Kraft mit dem Suchen einer guten Passage, und versuchen es dann einfach dort wo die meisten Spuren im Sand verschwinden.
Gut, das GPS sagt uns später das es gerade mal gute 1000m waren, aber für uns war es die Hölle. Tiefer und weicher Sand so weit das Auge in der Dünenwelt reicht, im ersten Gang bei fast Vollgas kommen wir kaum über Kriechtempo heraus. Was waren wir froh wie wir da durch waren.......
Wir fuhren 83 km, kamen erst Nachmittags in Merzouga an, und waren Abends technisch K.O. und zu nichts mehr zu gebrauchen. Am nächsten Vormittag folgen leichte Wartungsarbeiten an Maschine und Körper, bevor wir mittags über Rissani nach Erfoud weiterfahren. Wir sind noch so geschafft vom Vortag, dass wir die Fahrt nicht wirklich genießen können.
Für die Weiterfahrt wählen wir die Strecke Rissani - Alnif, die durch sehr schöne und abwechslungsreiche Steinwüste mit bizarren Bergmassiven führt. Bei N 31° 16,165 W 004° 24,706 zweigt eine steinige Piste (Bild) ab zu einem alten Kegelberg, der schon von weitem sichtbar ist. Ein netter Abstecher mit tollen Aussichten in die Umgebung.

Hier bekamen wir auch einen Beifahrer. Dieser kleine "Mini-Dinosaurier" war so angetan von der BMW, dass er schnurstracks über den Motor nach oben in die Verkleidung kletterte, und auf diesem Weg fast 200 km Piste mitfuhr, bis wir ihn am nächsten Tag da wieder rausbasteln konnten.
Der kleine Ort Alnif ist ein verschlafenes Nest mit recht hohen Preisen bei der Verpflegung, wir fuhren auf der Suche nach dem Pistenabzweig Richtung Tinerhir durch. Denn die Piste war in unserer Straßenkarte lediglich noch als gepunktete Linie eingezeichnet, normalerweise ein Garant für Pistenspaß ganz ohne störenden Asphalt. Und so war es dann auch, meist guter Schotter oder feste Sandstücke und landschaftlich ein Traum. Man fährt durch einsame wüstenartige Hochebenen, durch karge Bergwelt mit einigen Akazien und über schwarze Geröllflächen mit wild zerfurchten Bergrücken. Auf dieser Strecke sollte das Fahrzeug schon über etwas Bodenfreiheit verfügen, an der Honda wurden die viel zu weit raushängenden Entlüftungsschläuche allesamt unsanft gekürzt.
Leider lauern an dieser Strecke an den sandigen Ecken oder wo sich die Piste allzu oft gabelt Horden von Kindern, die hier wirklich vor nichts zurückschrecken. Hält man an, zerren sie am Gepäck, an einem selbst und man ist arg damit beschäftigt alles zusammenzuhalten. Dazu versuchen sie einen mit allen Mitteln selbstgemachte Karten zu verkaufen. Fährt man einfach durch ohne anzuhalten fliegen die (kleinen) Steine, mir sprangen sie sogar in den Lenker und versuchten mich so zu stoppen. Leider langt ihr Hirn einfach nicht, um zwischen Wohnmobilen oder Geländewagen und einem kleinen Motorrad mit Alukisten zu unterscheiden. Wo bitte sollen wir all das Zeugs transportieren was sie von einem haben wollen?! All den ach so "sozialen Luxusreisenden" die mit vollen Händen Sachen ohne Gegenleistung verschenken, wünsche ich ein paar der Situationen die wir erleben durften, weil wir nichts zum Verschenken hatten. Laufen die bei uns eigentlich auch in die Fußgängerzonen der großen Städte, und beschenken die dort sitzenden Bedürftigen großzügig und mit vollen Händen?
Der nächste große Stop ist an der Todra-Schlucht. Ein paar Kilometer außerhalb von Tinerhir Richtung Todra beziehen wir unsere kleine Villa auf einem der vielen Campingplätze hier. Die Fahrt dorthin auf kleinen und engen Serpentinen macht richtig Spaß, die Landschaft wirkt unwirklich, fast wie gemalt. Tinerhir ist eine quirlige kleine Stadt mit allen Versorgungsmöglichkeiten, netten Cafes und Tankstellen. Wenn man hier im Cafe sitzt kann man sich kaum vorstellen, dass nur wenige Kilometer entfernt herrliche Gebirgslandschaften und tolle Strecken auf einen warten.

Während am Eingang der Schlucht, der vielfotografierten Engstelle noch reges Touristentreiben herrscht, hat man einen Kilometer weiter schon wieder seine Ruhe und ist ganz allein in dieser grandiosen Gebirgslandschaft. Fast ehrfürchtig schauten wir die rauen und meist steil aufragenden Felswände hinauf und kamen uns inmitten dieser Schlucht wirklich winzig vor.
Auf eine Rundtour durch die Todra- und Dades-Schlucht haben wir keine Lust, fahren einfach so zum Spaß in der Schlucht herum und genießen die tolle Landschaft. Die Kinder im Ort Tamtattouchte werden ihrem Ruf gerecht, von Steine werfen über den Weg falsch zeigen bis hin zu aggressiv auf die Straße springen ist hier wieder einmal alles geboten. Doch auch wir haben dazugelernt, versuchen nicht mehr auszuweichen, sondern halten einfach drauf zu. Über 200 Kilo an Motorrad + ein finster aus der Wäsche schauender Fahrer schüchtern auch diese Kinder noch ein. Schade nur das die Erwachsenen nur selten eingreifen. Meist beobachten sie das Treiben
ihrer Sprösslinge nur, ignorieren es oder grinsen einen dabei auch noch dümmlich an. Wir finden dass dieser Ort wirklich keinen Stop wert ist, nichts wie durch da.
Die Weiterfahrt bis Boumalne du Dades am nächsten Tag geht zügig über die Bühne, denn die Strecke führt recht langweilig durch steinige Ebenen, optimal um mal ein bisschen Strecke zu machen. Einzig die zahlreichen Kasbahs und sonstigen Lehmbauwerke entlang der Strecke lockern die Fahrt ein wenig auf, aber die Strecke heißt ja auch nicht umsonst "Straße der Kasbahs".
Ganz anders wird es ab dem Abbiegen in Richtung Dades-Schlucht. Die Landschaft wird zusehends interessanter, wechselt von wild-romantisch bis bizarr-zerklüftet, und die Felsen leuchten in den schönsten Rot- und Brauntönen. Natürlich lassen wir es uns auch hier nicht nehmen die Schlucht genauer zu erkunden, und fahren weit hinein. Die Fahrt ist ein Traum, mal fährt man obenauf am Fels und dann wieder tief im Tal, immer wieder gibt es atemberaubende Ein- und Ausblicke. Weiter drinnen in der Schlucht ist es nicht mehr so wild zerfurcht, dafür befinden wir uns nun in einer Canyon-Landschaft, die uns doch sehr stark an den Fish-River-Canyon in Namibia erinnert.

Bei der Rückkehr an unserem Zeltplatz am Anfang der Dades-Schlucht trifft uns der Schlag. Gegenüber wird eine Berberhochzeit groß gefeiert, und unser Campingplatz wird nach und nach zu einem Parkplatz umfunktioniert. Jetzt wissen wir auch was uns der Besitzer Mittags beim Zeltaufbau versucht hat zu erklären..... Wir sind zwar hundemüde, bauen aber trotzdem in Rekordzeit das Zelt ab, verstauen alles notdürftig und suchen das Weite in der Dunkelheit. Denn auf eine ruhige Nacht brauchen wir da wohl nicht hoffen. Aber wir haben Glück und finden ein paar Kilometer weiter in einer kleinen Auberge ein nettes Zimmer für die Nacht.
Am nächsten Morgen geht´s früh los, wir wollen wenn´s geht bis Zagora kommen. Letzte Fotos machen, Sprit bunkern und ab auf die Straße - Strecke machen. Bis Ouarzazate fahren wir immer wieder durch kleine Orte, die Landschaft besteht nur noch aus Steinen. Mal große, mal kleine, aber von Bewuchs keine Spur.
Im Ort fahren wir zwei Tankstellen an, beide haben kein bleifreien Sprit für uns. Egal, bisher haben wir noch überall was bekommen, haben uns zum Glück angewöhnt ab 100km auf der Tankuhr oder bei größeren Orten immer nachzufüllen, also kein Problem. Nach Ouarzazate wird´s langsam dunkel, die Steinebenen sind nun schwarz, und oft von tiefen Einschnitten zerfurcht. Bis Agdz bleibt die Landschaft öde und die Tankstellen leer. Außer unseren Maschinen gibt es hier kaum etwas was genug Schatten für uns zum Pausieren wirft, die Sonne brät uns ganz langsam durch, die ständigen Windböen nerven. Die Tankuhr geht deutlich auf die 270km zu, umdrehen ist also nicht mehr möglich, da die Honda eine maximale Reichweite von 300km hat. So langsam schwitze ich nicht nur wegen den Temperaturen.....
Auch am Ortsanfang an der großen Tanke gibt´s nur ein Kopfschütteln, die Stimmung rutscht in den Keller. Die Hitze und kaum Pausen tun ihr übriges dazu, wir verordnen uns eine größere Pause im ersten Cafe das kommt, füllen die Speicher die nächste Stunde mit reichlich Flüssigkeit wieder auf.

Und siehe da, der Wind hat sich deutlich gelegt, und die zweite Tankstelle im Ort hat tatsächlich das ersehnte "Sans plomb" für uns. Auch die Landschaft wird nun deutlich interessanter und abwechslungsreicher, wir sind nun am Flusslauf des Draa angekommen.
Fix und fertig kommen wir abends in Zagora an, nehmen uns einen Campingplatz direkt in der Stadt. Nach dem Zeltaufbau und Begrüßungstee schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt, sind froh uns endlich mal wieder ein wenig bewegen zu können.
Am nächsten Morgen lernen wir durch Zufall Edith Kohlbach
kennen. Sie ist die Autorin des Marokko-Reiseführers aus der Mobil-Reisen Serie, den wir auch dabei haben. Sie ist gerade wieder für die nächste Aktualisierung unterwegs und am Recherchieren. Wir beschließen am nächsten Tag zusammen eine organisierte Wüstentour von Mhamid aus zu machen, denn ihr Freund Abdul führt dort solche Touren mit seinem Unternehmen Sahara Services durch (siehe unter Internet-Info). Es ist der im Reiseführer erwähnte Mr. Fech Fech. Warum nicht, so etwas wollten wir eh machen, und ein wenig nette Begleitung kann nicht schaden. Also noch mal ca. 90 km gen Süden, bis kurz vor die algerische Grenze. Die Fahrt dorthin führt durch Steinwüste mit wenig Bewuchs, dass "Heißluftgebläse" ist wie schon am Erg Chebbi voll in Betrieb - Wüste eben. Die gesamte Strecke ist gut asphaltiert, so dass wir recht schnell unten sind, und noch ein wenig am Pool unserer Unterkunft relaxen können.
Nach einer viel zu heißen Nacht in unserem stickigen Zimmer geht´s los, tauschen die Motorräder gegen Kamele. Wir besteigen unsere wackeligen Wüstenschiffe und lassen uns von ihnen durch die Oasengärten rund um Mhamid tragen. Schon ein komisches Gefühl, und wir sehnen uns nach kurzer Zeit in den gewohnten Sattel unserer Mopeds zurück, denn die machen wenigstens dass was wir wollen, und versuchen einen zwischendurch nicht auch noch zu beißen. Aber es macht riesigen Spaß, und die Zeit vergeht wie im Fluge.

Während der Mittagshitze bekommen wir noch eine kleine Führung durch die engen Gassen der Medina von Mhamid, und es gibt leckere Brochettes und Tee in einem der alten Lehmhäuser.
Am Nachmittag dann besteigen wir Geländefahrzeuge und brechen auf in die Wüste. Schon nach wenigen Kilometern sind wir beide froh hier nicht selbst mit den Motorrädern fahren zu müssen, denn die Piste ist oft tiefsandig und durch all die Geländefahrzeuge übel zugerichtet. Wir genießen das Gefahren werden, und können vollkommen ungestört die vorbeiziehende Steinwüste betrachten.
Da wir auch den Musiker dabeihaben wird´s auch
zwischendrin nie langweilig, wir bekommen die volle Bandbreite seiner Sangeskünste vorgeführt, und haben zusammen eine Menge Spaß. Während der etwa 2,5 stündigen Fahrt machen wir immer wieder kleine Pausen, denn es gibt immer wieder was zu entdecken, egal ob tolle Aussichten oder eine Herde Kamele die von uns an einem Brunnen getränkt werden will.
Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir an unserem Ziel, den Dünen von Chegaga an. Wenn man sich auf einen Dünenkamm setzt und in das Erg hineinschaut weiß man warum die Sahara auch Meer ohne Wasser genannt wird. Was die Sandwüste angeht ist es hier noch schöner wie am Erg Chebbi, denn alles ist weitläufiger und ohne feste Unterkünfte. Bisher stehen hier nur ein paar Biwaks wo gekocht und geschlafen wird, aber so fing es sicherlich auch am Erg Chebbi an. Abends ist noch große Party, erst wird lecker gegessen und dann heizen unsere Musiker so richtig ein - ein schöner Abend. Irgendwann verziehen wir uns dann auf denn Kamm einer flachen Düne und schlafen in Wolldecken gewickelt unter dem grandiosen Sternenhimmel der Sahara ein.
Am nächsten Morgen gibt es noch ein wirklich gutes "Sandfrühstück", bevor es dann wie am Vortag mit einigen Zwischenstops wieder zurück nach Mahmid geht. Eine tolle Tour die wir nur weiterempfehlen können, Abdul und seine Truppe sind wirklich ein netter Haufen (Kontaktadresse siehe Internet-Infos unten).
Die 90 km bis Zagora legten wir wieder ohne Zwischenfälle zurück, erst kurz vor dem Ort fängt die Honda das Spinnen an. Sie kann im Leerlauf kaum noch die Drehzahl halten, muss mit ordentlich Gas bei Laune gehalten werden. Leider ist in Zagora das Original-Timbuctoschild verschwunden, dafür hängen einige Fälschungen herum, mit denen wir uns nun begnügen müssen. Im Ort verpflegen wir noch einmal uns und die Maschinen, denn wir wollen noch etwas Strecke machen und weiter bis Agdz.

Entlang des Drâa ist die Landschaft wieder sehr schön und abwechslungsreich, aber wegen der Probleme mit der Honda können wir es nicht ganz so genießen. Im Stand geht sie mittlerweile sofort aus und springt auch nur noch schwer an. Aber hier irgendwo im Nirgendwo hilft´s nix, wir fahren weiter, bis Agdz wird sie schon durchhalten.
Das tut sie dann auch, wir tanken wie auf dem Herweg an der Ziz-Tankstelle voll, und springen auf dem Campingplatz erst mal in den Pool. Dann fummel ich ein wenig (ahnungslos) an der Maschine und der Leerlaufschraube herum, während Dorle sich der Insektenwelt um uns herum widmet. Am nächsten Morgen rührt sich nichts beim Anlassen der Honda, der Anlasser versucht´s zwar, aber die Maschine bekommt kein Sprit. Drei oder vier Minuten und zig Versuche später gibt´s einen Riesenknall, die Honda stößt einen Haufen Dreck in einer schwarzen Wolke aus, wer bis eben noch nicht wach war ist es spätestens jetzt. Ganz langsam und zaghaft kommt der Motor in Gang, läuft aber irgendwie wie ein störrischer Esel. Ein Besuch beim örtlichen Zweiradmechaniker ist zwar interessant, bringt mich aber nicht wirklich weiter. Mit Händen und Füßen verständigen wir uns, wir sind uns einig das es am Vergaser liegen muss. Aber es ist Markttag im Ort, er will bummeln und nicht schrauben, versucht mich loszuwerden. Als er mitbekommt das ich zwei Mal an der Tankstelle nebenan bleifrei getankt habe lacht er und klopft mir auf die Schulter. Die haben wohl kein bleifreien Sprit und ansonsten wohl auch nur zweifelhaften Fusel, ich soll mir keine Sorgen machen und sobald wie möglich besseren Sprit nachfüllen, dann wird´s besser. Na der hat Nerven, wir wollten eigentlich gen Westen auf kleinen Straßen weiter, wer weiß wie weit wir da kommen. Aber er behält tatsächlich recht, wie der Motor erst mal warm ist läuft die Honda wieder richtig gut, und macht die nächsten paar tausend Kilometer auch keinerlei Anstalten mehr.

Also wagen wir es, und fahren die kleine Nebenstrecke von Agdz nach Westen, durch einsame und sehr schroffe Bergwelt. Hier gibt es auch gleich den Härtetest für die Honda, denn am Straßenrand steht ein junger Marokkaner dessen Auto liegengeblieben ist. Ich platziere ihn oben auf meine Gepäckrolle und wir schaukeln beladen wie ein LKW bis in den nächsten Ort, wo er Hilfe organisieren kann. In dem lebhaften Ort Tazenakht gibt´s eine ausgiebige Mittagspause, bevor es weiter gen Westen geht. Die Landschaft wird immer schöner, mal recht grün und dann wieder karg und schroff, meist bewegen wir uns auf einer Höhe von 1500m. Unterwegs entdecken wir auch einen Berg aus buntem Fels, der voll mit alten und verlassenen Höhlenwohnungen ist - ein
Abstecher. Zügig geht es auf bestem Asphalt voran, Strecke machen ist wieder einmal angesagt. Zwischen Taliouine und Taroudannt stehen Arganienbäume so weit das Auge reicht. Aus der gerösteten Mandel des Fruchtkerns wird mühevoll ein nussartiges Öl hergestellt, für einen Liter Öl werden ca. 100kg reife Früchte benötigt, die aber auch den Ziegen der Region schmecken. Denn diese klettern immer wieder hoch in die Bäume, um an die Früchte zu gelangen.
Gegen Abend erreichen wir den Abzweig zum Tizi-N-Test, ein 2092m hoher Pass, über den wir den hohen Atlas überqueren wollen. Hier lässt uns ein Straßenschild das Wasser im Munde zusammenlaufen, denn darauf steht "Achtung- kurvige Strecke auf 120 km". Aber nicht mehr heute, wir fahren nur noch ein paar Kilometer und schlagen uns dann in die "Büsche". Ein alter Landwirtschaftsweg ist durch einen Erdrutsch und einige Felsen kaum noch passierbar, genau das Richtige für uns, denn wir passen gerade so hindurch und finden im unteren Teil des Weges eine recht gute Stelle zum Campen, inmitten all der Arganienbäume.

Nach einer herrlichen Nacht unter dem grandiosen Sternenhimmel am Rande des hohen Atlas mit dem Zirpen der Grillen und dem Ruf einiger Eulen machen wir uns frisch erholt auf den Weg. Und hier heißt das Motto des Tages: "Der Weg ist ein Kurve." Die Fahrt den Pass hinauf ist ein Traum, auch die Honda hat wieder Lust und fährt ohne irgendwelche Probleme. Teilweise ist es fast wie Achterbahnfahren, nur geht es ständig bergauf. Aber das Seitenprofil unserer TKC hat mächtig zu arbeiten, und bei all den herrlichen Kurven neigen sich die Alukoffer ab und an doch bedenklich nah dem Asphalt. Immer wieder haben wir tolle Aussichten in die Täler und die Umgebung, und wir wissen oft nicht ob wir die Kurven genießen sollen, oder doch eher die Landschaft
bestaunen. Aber das Langsamfahren lohnt sich, denn entlang der Straße blühen teilweise die schönsten Blumen, und immer wieder huschen putzige Erdhörnchen über den Weg. Oben am Pass zeigt das GPS 2099m, es ist angenehm warm und wir haben eine schöne Aussicht (Bild). Diese Strecke ist wirklich lohnenswert, wir hatten kaum Verkehr, aber durch all die Kurven ist es natürlich recht zeitaufwändig. Wir fahren an diesem Tag noch über Asni weiter bis Marrakech, wo wir nördlich der Stadt an der Straße nach Casablanca einen Campingplatz (N 31°43,144 W 007°58,918) finden, der zwar nichts besonderes ist, dafür aber leicht zu finden.
Nach der Einsamkeit in den Bergen fühlen wir uns etwas unwohl umringt von all den Menschen, was wir bei dem abendlich Besuch des Platzes Djamâa el-Fna aber noch steigern können. Denn hierher kommen scheinbar alle. Egal ob Individualreisende oder Pauschalreisende die hier mit unzähligen Bussen angekarrt werden.

Aber der Platz ist wirklich sehenswert, und es sind zu fortgeschrittener Stunde auch deutlich mehr Marokkaner wie Touristen unterwegs. All die fremden Gerüche und Geräusche, Schlangenbeschwörer, Gaukler, Musiker, Tänzer, Geschichtenerzähler und, und, und...... Wir lassen uns kreuz und quer über den Platz treiben, alle paar Meter gibt es etwas Neues zu entdecken. Dazu kommen noch all die Garküchen und Stände wo Essen und Trinken in allen Variationen angeboten wird. Ein Erlebnis für alle Sinne.
Doch waren wir froh wieder am Zelt zu sein, denn solche Menschenmassen waren wir gar nicht mehr gewohnt. Zum Glück gab es einen zuverlässigen Shuttle-Service vom Campingplatz in die Innenstadt, so dass wir uns auch um den Transport keine Sorgen machen mussten. Ein Marokko das wir bisher so noch gar nicht kannten, denn bisher ging alles recht beschaulich ab, und andere Touristen haben wir nie in solchen Mengen gesehen.
Da wir uns in Fes ja schon für unseren Geschmack zur Genüge mit Kultur bekleckert haben, verzichten wir hier in Marrakech auf eine weitere Stadtbesichtigung, und düsen am nächsten Tag durch langweilige Ackerbau-Landschaft über Tamelelt und Demnate zu den Wasserfällen von Ouzoud.
Bei Demnate wird die Landschaft auch wieder abwechslungsreicher, die Felder wechseln sich mit lichten Wäldern ab, dazwischen aber ist es immer wieder recht karg und es sind viele Kakteen entlang der Straße zu sehen. Auch eine sehr seltene Euphorbia-Art ist hier zu finden, dieses halbkugelförmige, giftige Wolfsmilchgewächs steht hier in großen Gruppen beieinander und blüht sehr schön.

Ein paar Kilometer weiter sind die Wasserfälle dann erreicht. Wir stellen unsere Maschinen auf einem der bewachten Parkplätze ab, und schlendern durch die Verkaufsstände zum Wasserfall, den wir schon von Weitem hören können. Der Abstecher hierher lohnt sich wirklich, es gibt eine Menge schattiger Plätze in Sichtweite der tosenden Wasserfälle, die zum Verweilen einladen. Und wo bekommt man in dieser sonst so kargen Landschaft schon so viel Wasser in solch schöner Form zu sehen?!
Leider leiden wir beide unter argen Magen- Darmproblemen, so dass wir uns das Hinuntersteigen verkneifen, und mit trockenen Keksen als Mittag oben bleiben und die Aussicht so genießen. Nach einer ausgiebigen Pause besteigen wir wieder die Maschinen, schließlich ist erst Mittag und ein paar Kilometer müssen schon noch sein....
Auf kleiner und kaum befahrener Straße geht es in unzähligen Kurven weiter gen Osten, zum riesigen Stausee Barrage Bin el Ouidane.
Hier wollen wir Campen, denn laut unseren Unterlagen ist hier die letzte Möglichkeit auf dem Weg nach Norden, alles andere ist für uns heute nicht mehr erreichbar. Entlang des Sees sind wir abgesehen von all dem Militär hier fast allein, leider gilt das aber auch für den angeblichen Campingplatz, der wohl schon seit längerem außer Betrieb ist. Na ja es nützt nichts, Zähne zusammenbeißen und auf kurvigster Strecke ab nach Beni Mellal, vielleicht haben wir dort mehr Glück. Denn mit unserer Verdauung ist an wild Campen nicht zu denken. Wir quälen uns bis in den Ort, aber auch die Polizei kann uns in Sachen Camping nicht weiterhelfen. Also nehmen wir uns ausnahmsweise mal wieder ein Hotelzimmer, es lohnt sich. Denn so sind wir Abends mitten im Geschehen, denn überall auf der Straße werden Garküchen aufgebaut, man trifft sich zum Plaudern und Essen mitten auf der Straße. Da wir so ziemlich die einzigen Touristen sind, haben wir absolut unsere Ruhe, das genaue Gegenteil vom Rummel in Marrkech. Mit Händen und Füßen feilschen wir um ein paar Gewürze, erledigen die Emails und verschwinden in der Koje.

Auch am nächsten Tag heißt es wieder Kilometer machen, denn so langsam geht uns die Zeit aus und wir sollten uns wieder gen Norden bewegen. Zügig geht es über Kasba Tadla bis kurz vor Khenifra, um hier auf die kleine Verbindungsstraße nach Zeida abzubiegen. Wir wählen bewusst die nördliche und deutlich kleinere Straße und werden auch nicht enttäuscht. Landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich, riesige Agaven am Straßenrand und die Erde leuchtet dunkelrot. Dazu kaum Verkehr und eine kurvige Strecke die wieder einmal richtig Spaß macht zu fahren.
So eintönig wie das Essen ist auch die Landschaft auf der
Dorle plagt nun schon seit einigen Tagen der Durchfall, also fällt das Mittag aus, wir begnügen uns wieder mit Keksen und Wasser.
Weiterfahrt nach Boulemane. Oft fahren wir durch riesige Ebenen fast frei von nennenswertem Bewuchs, von den Zedernwäldern im Westen fehlt hier jede Spur. Lediglich die Buckelpiste bremst uns immer wieder mal aus, und sorgt dafür das wir hier nicht im Autobahntempo durchbrausen. Müde und geschafft kommen wir am späten Nachmittag in Sefrou, dem erhofften Tagesziel an. Wird auch Zeit, denn ich habe mittlerweile 276km auf der Tankuhr, fahre so langsam in die Reserve hinein. Hier soll es einen recht schönen Campingplatz etwas oberhalb der Stadt geben. Nach einigem Suchen finden wir ihn auch, wundern uns nur dass wir ohne Schranke oder sonst was bis vor die Toilettenhäuschen fahren können. Bis wir merken dass dieser Platz nicht mehr in Betrieb ist, lediglich ein paar Jugendliche lungern hier auf dem Gelände herum. Und nun? Beide sind wir müde und kaputt, aber hier Zelten kommt bei all den Leuten nicht in Frage, außerdem braucht Dorle alle Nase lang ein ruhiges Örtchen. Das GPS zeigt an dass es nur noch 25km bis zum bekannten Campingplatz in Fes sind. Wir beißen noch mal die Zähne zusammen, Tanken voll und brausen weiter. Zum Glück haben wir die Koordinaten noch gespeichert, so kommen wir ohne Problem und Verfahren zum ersehnten Campingplatz, wo Dorle dann fast vom Moped fällt. So kann es nicht weitergehen, wir beschließen in Fes einen Arzt zu suchen.
Dies ist am nächsten Tag ein Abenteuer für sich. Bis wir mal einen Allgemeinarzt gefunden haben vergeht eine Ewigkeit. Das Wartezimmer brechend voll, aber zum Glück bekommen wir einen Touristenbonus und kommen schon nach einer Stunde warten dran. Der Arzt spricht kaum englisch, wir fast kein französisch. Er drückt und wurschtelt, fragt aber nie Dorle direkt was ihr fehlt. Schon etwas befremdlich, aber egal, wir sind froh Hilfe gefunden zu haben. Ruck zuck steht seine Diagnose und Dorle muss die nächste Tage fleißig Medikamente schlucken. Hoffentlich hilft es. Dank GPS gondeln wir anschließend quer durch die Stadt zu dem großen Einkaufszentrum, dass uns bei unserem ersten Besuch in der Stadt schon so gut gefallen hat. Hier füllen wir die Vorräte wieder auf, und verbringen den Rest des Tages mit Wäsche waschen und nichts tun.
Die Medikamente und der Tag Pause scheinen zu helfen, am Tag drauf sieht Dorle deutlich besser aus, und wir beschließen weiterzureisen. Von Fes fahren wir direkt nach Ouezzane und sind froh auf dem Hinweg die Nebenstrecke genommen zu haben. Denn die ist landschaftlich und vom Fahren her doch deutlich interessanter. Ohne große Stops erreichen wir Chefchaoun, stellen uns auf den dreckigen Campingplatz, der dann auch noch der teuerste Platz unserer Marokkoreise ist.

Dafür ist die Medina der Stadt um so schöner. Ein Gewirr herrlich enger Gassen, die meist strahlend weiß gestrichen sind. Dazwischen immer wieder kleine und große Plätze, von wo aus man das Treiben in Ruhe beobachten kann. Noch dazu findet man eine ganze Reihe netter Cafes und Restaurants, wo auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt. Eigentlich ein Pflichtstop.
Unser letzter Tag in Marokko könnte besser anfangen, denn bei Dorle ist der Durchfall wieder zurück, die Nacht war alles nur nicht erholsam. Nach dem Packen rauschen wir direkt gen Norden, denn wir wollen heute noch von Ceuta nach Europa übersetzen. Ein letzter Teestop unterwegs muss noch sein, denn dieses Getränk werden wir bestimmt vermissen. Noch ein letzter Blick in die sanften Berge des nördlichen Marokkos (Bild), bevor wir nach Ceuta, und somit nach Spanien einreisen. Die Kontrollen hier sind recht übersichtlich und klar, wir sind in Windeseile durch. Auch bei der Ausreise gibt´s keinerlei Probleme beim marokkanischen Zoll, die Motorräder, das GPS und all das Gepäck gehen so durch.
Im Gewusel der Stadt tanken wir noch schnell zollfrei, versorgen uns am Geldautomaten mit Euros und machen uns auf in den Hafen. Auch hier ist alles übersichtlich, und so sitzen wir Mittags auch schon auf einer Fähre, die uns über die Meerenge und somit zurück nach Europa bringt.
Das wird uns auch erst auf der Fähre so richtig klar (an der Preistafel der Cafeteria) - schade eigentlich, denn Marokko hat uns wirklich sehr gut gefallen, und wir können solch eine Reise mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Doch knappe vier Wochen sollen für´s erste Mal reichen, wir freuen uns auch schon auf die bevorstehende Spaniendurchquerung, für die wir noch einmal 10 Tage im Gepäck haben. (Link zum Reisebericht Spanien)
Insgesamt war es eine tolle Reise durch ein sehr abwechslungsreiches Land. Währen unsere Französischkenntnisse etwas besser gewesen, hätten wir mit Sicherheit noch mehr Kontakt und Spaß mit den Marokkanern gehabt. Wir erlebten sie als ein meist hilfsbereites und kontaktfreudiges Volk und haben uns im Land sehr wohl gefühlt.
Die Motorräder haben bis auf Kleinigkeiten keine Probleme gehabt, und sowohl die Schotterstrecken wie auch die harte Arbeit im Sahara-Sand gut weggesteckt. Insgesamt haben wir in Marokko 3900km zurückgelegt, bis wir endgültig wieder zu Hause waren hatten die Maschinen 9000km mehr auf dem Tacho. Die Versorgung mit bleifreiem Benzin funktionierte eigentlich auch ganz gut. Wir hatten eine Reichweite von etwa 250-300km und kamen damit ganz gut zurecht.
Reisedauer: 13.04.2005 - 30.05.2005


Das Reisehandbuch "Marokko" von der Autorin Edith Kohlbach liefert hervorragende Streckenbeschreibungen mit exakten GPS Koordinaten, sowie Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Camping usw.
Wohl eines der umfangreichsten Reisehandbücher zum Thema Marokko. Hier steht wirklich fast alles drinnen, egal ob Sehenswürdigkeiten, schöne Landschaften oder Streckenbeschreibungen. Nur die GPS-Koordinaten sind mit Vorsicht zu genießen, da sie oft fehlerhaft sind. Dennoch absolut empfehlenswert, auch wenn es viel Platz im Gepäck wegnimmt.
Dieses Buch ist ein absolutes Muß für alle denen beim Wort Wüste etwas mehr wie nur Sand einfällt. Ein wirklich toller Bildband mit viel Wissenswertem zu dieser faszinierenden Landschaftsform. Der Autor Michael Martin bereiste alle großen Wüsten der Erde mit dem Motorrad, und man merkt diesem Buch seine Liebe zur Wüste an.
Wichtige und gute Informationen für eine Reise nach Marokko gibt es auf der Homepage des Deutschen Auswärtigen Amtes. Von allgemeinen Infos zum Land bis hin zu Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise, zu finden unter www.auswaertiges-amt.de
Wir buchten die Fährüberfahrt von Genua nach Tanger aufgrund der Unübersichtlichkeit im Internet bei dem Reiseveranstalter "Sahara Wings" in München, zu finden unter www.marokkotours.de.
Wie im Reisebericht erwähnt bietet Abdul mit seinem "Sahara Services" tolle Touren auf Kamelen, 4x4 und Übernachtungen in der Wüste. Kontakt unter www.saharaservices.info.
Unter www.offroad-reisen.com gibt es ein paar gute Streckenbeschreibungen mit Unmengen an GPS-Koordinaten für Marokko. Auch stellt der Autor der Seite ein paar Berichtigungen zum aktuellen Därr-Reisehandbuch zur Verfügung.
Ein recht unterhaltsames und oft auch informatives Marokko-Forum findet man unter www.marokko-online.net. Doch sollte man dieses Forum mit Vorsicht genießen, denn es sind schon einige Knaller dort unterwegs, und es melden sich leider immer wieder notorische Weltverbesserer und politisch Überkorrekte.
Zum Thema Reisemedizin können wir hier die Seite www.travelmed.de empfehlen. Von Impfungen bis hin zur Liste guter Ärzte und Apotheken ist da allerhand zu finden.
Herzlich willkommen auf TransAfrika, hier finden Sie aktuelle Informationen für ihre Reise oder Safari in Afrika, von reisepraktischen Hinweisen bis hin zu Hintergrund-Informationen über Kultur und Natur Afrikas. Des weiteren werden in zahlreichen Galerien Afrika-Bilder gezeigt, die einfach Lust auf´s Reisen machen. http://www.transafrika.org/
Allgemeine Landesinfos, Wetter, Landkarten, aber auch eine Sammlung weiterer Reiseberichte zu Marokko gibt´s auf www.willgoto.com.
Und zum Schluss noch ein Tipp für weitere Reiseberichte und Bilder: Auf den Seiten www.die-reise.de , www.pervan.de, www.reiseträume.de , www.derreisetipp.de und www.reiseberichte.com gibt es noch mehr zum Thema Marokko zu finden.
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